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Zitrusfrüchte

 

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Griechische Biobetriebe, Biosybaris

Ein Besuch mit Dr. agr. Johannes Eisenbach

Im November 2017 machten wir uns auf den Weg nach Griechenland, um unsere Produzenten zu besuchen. Gleich am Flughafen in Thessaloniki wurden wir von unserem langjährigen Partner Dr. Johannes Eisenbach empfangen, der die Produzenten vor Ort betreut.

Von dort aus ging die einwöchige Reise, welche sich über 2100 km von Thessaloniki bis nach Kalamata und dann mit der Fähre bis nach Kreta zog, los.

Seit über zehn Jahren unterstützen wir das Projekt BNS Biocyclic Network Services von Dr. agr. Johannes Eisenbach. Dabei schließen sich über 800 Kleinsterzeuger auf insgesamt neun Packhäuser zusammen, um Transporte ins Ausland überhaupt organisieren zu können.  Angestrebt wird bei diesem Projekt soweit wie möglich ein biozyklischer Anbau in Griechenland und Zypern.

Doch was ist biozyklisch eigentlich? – hier die wichtigsten Merkmale dazu:

  • Erhaltung bzw. Wiederherstellung gesunder Lebenskreisläufe
  • Gesunder Boden = gesunde Pflanze = gesunder Mensch
  • 100% biologisch bewirtschaftete Betriebe
  • Biozyklischer Betriebsindex wird erhoben (Regionen, Parzellen und Flächen/Felder werden erfasst)
  • Kleinbäuerliche Agrarstruktur mit Kleinparzellierung
  • Mischkultur, Untersaaten weitere Fruchtfolgen
  • Pflanzenschutz fängt im Boden/Humus an
  • Biozyklische Betriebe sind automatisch auch beim BIO-Verband Naturland zertifiziert

Gewächshaus von Ioannis und Irini Spantidakis

  • Spitzpaprika Gewächshaus in Plakiás (Kreta) seit 1994 BIO Betrieb
  • Zwei Gewächshäuser mit 3300m² und 2000m² 
    Produkte: Cherrytomaten, Minigurken, Spitzpaprika
  • Alle Gewächshäuser ohne Heizung
  • Dünger: Schafsmist, oberhalb am Gewächshaus lässt er Algen vom Meer und Blätter der Olivenpresse trocknen, um später daraus Kompost zu machen
  • Pflanzenschutz: bei Paprika setzt er Nützlinge aus¸ bei Tomaten pflückt er von Raupen befallene Blätter ab und hat Fallen; schützt sich prophylaktisch gegen Mehltau mit einer Abdeckung, dass Kondenswasser nicht auf die Pflanze abtropft sondern daneben abrinnt
  • •kältesten Nächte sind im Februar bis 5 Grad
  • südlichstes gebiet Europas wo Gemüse produziert wird
  • bei Cherrytomaten werden pro Pflanze zwei Triebe hochgezogen - Seitentriebe werden entfernt
  • ökologischer Fussabdruck besser aus GR weil nur ca. bisschen über 1000km mit dem LKW und restlichen 2000km mit dem Schiff zurückgelegt werden

Gewächshäuser von Andreas Zacharioudakis und Georgios Sifakis

  • Gewächshäuser in Léntas (Kreta)
  • 7500m² Gewächshaus – alle Betriebe kleiner als 1 ha – nur Familienbetriebe
  • Produkte: Minigurken, Spitzpaprika, Schlangengurken, Cherrytomaten
  • Tröpfchenbewässerung
  • Sind sehr gewillt sich ständig weiterzubilden
  • Seit 2005 BIO Betrieb
  • Baut auch ganz süße Datteltomaten an– verarbeitet daraus eine Süßigkeit und verkauft die in regionale Restaurants
  • Haben Folienhäuser, da es dort für Glashäuser zu windig ist
  • Windräder am Berg oben, wo er gemeinsam mit zwei anderen Bauern aus einer 250m tiefen Bohrung Wasser holt – Wasser gelangt durch Rohre in das Gewächshaus
  • Schädlingsbekämpfung: Bazillus Thuringiensis gegen Raupen; fast keine Pilzprobleme aufgrund von viel Wind

Gewächshäuser von Georgios Vartalás

  • Gewächshäuser in Kreta
  • Betrieb lauft auf dem Namen seiner Frau Vartalá Evangelia
  • 5500m² Gewächshaus
  • Produkte: Spitzpaprika, Radieschen
  • •Spitzpaprika werden Mitte Juli gepflanzt
  • •Paprika werden mit Schwefel und Bazillus Thuringiensis (gegen Raupen) behandelt
  • •Jede Paprika wird einzeln abgewischt
  • •Paprika ist gut selbstverträglich deswegen kann er mehrere Jahre hintereinander angebaut werden
  • •3 Tonnen Spitzpaprika wurden bisher schon geerntet
  • •Ernte wird zu dritt gemacht