Inhaber
Bio-Streuobsthof Stöckl
Hauptstraße 6
93352 Rohr NB

Betriebsschwerpunkt
Streuobst

 

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Bio-Streuobst-Hof Stöckl

Die Familie Stöckl bewirtschaftet in Rohr, Landkreis Kelheim - am nordöstlichen Rand der Hallertau - einen Nebenerwerbsbetrieb mit dem beinahe exotischen Schwerpunkt Streuobst. Der Betrieb ist seit über 20 Jahren Mitglied bei Bioland und bei Tagwerk.  Die ersten 150 Obstbäume wurden 1996 gepflanzt.  Durch Zupacht und alljährlich Neupflanzungen wurden daraus  im Lauf der Jahre  über 1400 Streuobst-Hochstämme, ganz überwiegend Äpfel, aber auch Birnen, Quitten und Walnüsse. Die Obstwiesen sind verteilt im ganzen Landkreis mit Schwerpunkt in der Umgebung von Rohr. Mit viel Herzblut, Fachkenntnis und fleißiger Arbeit realisiert Familie Stöckl ihr Ziel, gesundes, wohlschmeckendes und gut verträgliches Obst von vitalen Baumen für den Frischverzehr und für die hofeigene Verarbeitung zu Apfelsaft, Apfelmischsäften und Dörrobst zu erzeugen.

Dabei wird nicht nur auf jegliche chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel, sondern auch auf die häufig im Bio-Obstanbau eingesetzten Kupfer- und Schwefelpräparate. Dies wird möglich zum einen durch die Auswahl robuster und eher säurebetonter Apfelsorten, die in der Regel auch gut für Apfelallergiker verträglich sind. Zum anderen wird durch regelmäßige Pflege der Hochstamm-Baumkronen dafür gesorgt, dass die Früchte viel Licht und Luft bekommen, um blattgesund reifen zu können. Nisthilfen, Ansitzstangen, Lesestein- und Totholzhaufen, Altgrasstreifen und frei wachsende Hecken in und vor allem am Rand unserer Obstwiesen bieten Lebensraum für unsere nützlichen tierischen Helfer wie Sing- und Greifvögel, Igel und Wiesel,, Fledermäuse und Regenwürmer Wildbienen, Hummeln und viel andere Insekten und Kleintiere.

Bei der Saftherstellung wird größter Wert auf vollreifes Mostobst im Mix vieler Sorten sowie schonendes Pressen und Pasteurisieren gelegt. Sorgfältig abgefüllt in PE-Beutel haben die naturtrüben Säfte einen vollfruchtigen Geschmack mit ausgewogenem Zucker-Säure-Verhältnis. Ein besonderer Pluspunkt ist dabei die lange Haltbarkeit (mind. 6 Wochen ohne Qualitätsverlust) des geöffneten Beutels.


Was ist eine Streuobstwiese überhaupt?

Seit Jahrhunderten prägen Streuobstwiesen unsere Kulturlandschaft. Auf einer Streuobstwiese stehen großwüchsige Obstbäume verschiedener Obstarten, Sorten und Altersstufen.
Der Lebensraum Streuobstwiese ist für den Naturschutz von großer Bedeutung.
Aufgrund ihrer extensiven Bewirtschaftung sind Streuobstwiesen, vor allem wenn sie (zum Teil) aus älteren Hochstämmen bestehen, ein idealer Lebensraum für viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten. 

Am augenfälligsten ist sicher die Vogelwelt, von der die meisten Individuen auf allgemein verbreitete Arten wie Star, Buchfink, Amsel, Kohlmeise, Kleiber entfallen. Besonders hervorzuheben sind die vor allem noch auf Streuobstwiesen vorkommen- den Rote-Liste-Vogelarten wie Steinkauz, Grünspecht, Neuntöter, Gartenrotschwanz oder gar der Wiedehopf mit seinem auffälligen Federschopf am Hinterkopf.

Da auf den Streuobstwiesen in der Regel keine chemischen Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden, können sich bis zu 1000 verschieden Arten von Gliederfüßern ansiedeln, unter ihnen etwa gleich viele Arten von Pflanzenfressern, Parasiten und Räubern. Wildbienen, Hummeln, Falter und andere Insekten sorgen für die Bestäubung der Obstgehölze, auch dann, wenn kein Imker dort Honigbienenvölker stehen hat .