Inhaber

Familie Arzberger

Dorfstr. 20

93102 Pfatter/Griesau
 

Betriebschwerpunkte
Weideschwein (Bunte Bentheimer), Perlhuhn, Enten

 

zurück zur Übersicht

Biohof Arzberger, Griesau

Auf dem Biohof Arzberger leben viele Tiere, neben einer Pferdepension auch bunte Bentheimer Schweine auf der Weide. Die Bewirtschaftung des Hofs nach Bio-Kriterien ist für Julia und Korbinian eine Selbstverständlichkeit. Die Schweine werden auf der Weide großgezogen und dann bei einem nahe gelegenen Metzger geschlachtet. Die Tiere erleben so nie den Stress eines langen Transports oder einer Schlachtung im Schlachthof.

Zu Weihnachten erhalten wir von den Arzbergers außerdem Perlhühner und Enten.

Zum Gesamtkonzept gehören auch Kaltblüter, mit denen Korbinian auch bei anderen Waldbesitzern zum Holzrücken vorbeischaut.

Der BR zu Besuch auf dem Hof der Arzbergers

Youtube Video

Wie gut es den Tieren auf dem Arzbergerschen Hof geht, davon konnten wir uns im August 2020 selbst überzeugen... Aber sehen Sie selbst:

Auf der Weide mit Schwein, Rind & Co.: Ein Besuch bei den Arzbergers

Was für ein Weideschwein-Leben...
Julia und Korbinian Arzberger (Mitte) zeigen uns ihren Hof.

Gemütlich wühlt das Schwein auf der Wiese und schaut dabei träge von links nach rechts, während die meisten seiner Schweinekollegen an diesem wolkenverhangenen Tag unter dem Holz-Unterstand dösen. Kein Stress, keine Hektik: so beginnt unser Besuch auf dem Biohof Arzberger in Griesau bei Pfatter. Julia und Korbinian Arzberger beliefern uns mehrmals im Jahr mit Weideschwein-Paketen und haben in diesem Jahr auch die Aufzucht unserer Weihnachtsenten übernommen. Gerne sind wir deshalb ihrer Einladung gefolgt, uns ihren Hof einmal genauer anzuschauen.

Wer die Bilder von überfüllten Schweinemastbetrieben, Sauen in Abferkelboxen oder Geflügelmastbetriebe kennt, der erlebt hier das Kontrastprogramm und erlebt hautnah, dass eben auch das geht: Tierwohl nicht nur als Label, sondern als gelebte Realität. Und was die Arzbergers angeht: auch als Selbstverständlichkeit.

Ein Hof wie aus dem Bilderbuch, aber eben in der Wirklichkeit und daher braucht es viel Energie, Durchhaltevermögen und vermutlich auch eine gesunde Portion Idealismus, denn die Haltung von Weideschweinen ist mit vielen Vorschriften verbunden. Zur Vermeidung der Übertragung der Schweinepest muss der Zaun z.B. einen halben Meter tief in den Boden gegraben werden. Ein Aufwand, den Julia und Korbinian gerne betreiben, damit ihre Schweine draußen leben können. Und dass ihnen das gut tut, sehen wir bei unserem Besuch. Von unseren neugierigen Blicken lassen sich die Schweine gar nicht aus der Ruhe bringen, sie dösen gemütlich weiter. Auch die Enten und Gänse, mit denen sie die Weide teilen, können ungestört ihrer Wege gehen. Ein stressfreies, naturnahes Leben: das wird hier auf dem Hof jedem Tier gewährt. Und das sogar nach den strengen Richtlinien des Naturland-Verbandes.

Im Gänsemarsch unterwegs auf der Wiese: die Weidegänse der Arzbergers
Korbinian zeigt uns die Enten: im Hintergrund die Entenküken, die es an Weihnachten bei uns zu bestellen gibt.
Die Galloway-Rinder stehen ganzjährig auf der Weide.
Wellness-Einheit für Eber Bärli

Neben den Weideschweinen (Schwäbisch Hällische und Bunte Bentheimer) leben auf dem Hof noch Gänse und Enten. Bei letzteren haben sich Julia und Korbinian für weiße Flugenten entschieden. Diese haben ein magereres, leicht wildähnliches Fleisch und könnten ohne weiteres über den niedrigen Zaun in die Freiheit fliegen. Das tun sie jedoch nicht, sondern bleiben freiwillig auf der Weide: einen besseren Beweis, wie gut es den Tieren geht, gibt es gar nicht. Auch Galloway-Rinder leben auf dem Hof, natürlich überwiegend draußen. Für die Hühner haben die Arzbergers mobile Hühnerställe geschaffen. Damit die Hühner auf der Wiese vor Fuchs und Co. geschützt werden, teilen sie sich die Weide mit drei Schweinen: Chef Bärli und seine zwei Damen, die eigentlich auf der Wiese das Sagen haben. Ruhig steigt Korbinian über Zaun, für Bärli das Zeichen, dass jetzt Zeit für Streicheleinheiten ist. Der Koloss lässt sich vor Korbinian auf die Wiese fallen und gemütlich durchkraulen. Tierhaltung und Tierwohl gehen hier einfach Hand in Hand. 

Das Schlachten ist bei der Viehhaltung Teil des natürlichen Kreislaufs. Nach einem guten Leben werden die Schweine und das Geflügel ca. 10km entfernt geschlachtet, die Rinder sogar direkt auf der Weide. So können die Arzbergers Fleisch verkaufen, das - fern von Massentierhaltung und großen Schlachthöfen - guten Gewissens verzehrt werden kann.

Am Ende unseres Besuchs schauen wir noch kurz bei Julias und Korbinians neuestem Nachwuchs vorbei: den ersten Ferkeln aus eigener Zucht. 14 Stück tummeln sich im Offenstall auf dem Hof, teilweise komplett im Stroh vergraben, sodass nur ein Schweineohr das Ferkel dahinter erahnen lässt. Julia lacht: "Ich habe Korbinian schon lange nicht mehr so aufgeregt gesehen wie bei der Geburt dieser Ferkel! Er war die ganze Zeit im Stall, bis alle Ferkel auf der Welt waren und steht auch jetzt oft lange davor und schaut ihnen einfach zu."