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Ein Blick hinter die Kulissen: traditionelle Herstellung von Flammkuchen, direkt im Elsass

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Wir erhalten von der Firma Donaustrudel eine Vielzahl frischer Teige:

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26. Mai 2020

Auf einen Kaffee mit Heiko Rehorik von der Rösterei Rehorik in Regensburg

Ökokiste Kößnach: Sie sind mit Ihrem Unternehmen seit über 60 Jahren in Regensburg verwurzelt. Wie wichtig ist Ihnen der regionale Bezug zu Ihrer Heimatstadt?

Heiko Rehorik: Der regionale Bezug zu Regensburg ist mir sehr wichtig. Das Geschäftsumfeld, das sich die Familie Rehorik in der Zeit hier aufgebaut hat, ist der Kern unseres täglichen Tuns. Regensburg ist die perfekte Stadt für unsere Firma – eine Mischung aus Tradition und Moderne, gleichzeitig jung und kreativ und am Nerv der Zeit. Es bereitet mir große Freude in Regensburg zu leben und die Regensburger mit gutem Kaffee zu versorgen.

Kaffeebohnen gibt es nun mal leider nicht aus regionalem Anbau. Wie finden Sie verlässliche Partner, die die Kaffeebohnen nach Ihren Qualitätsvorstellungen anbauen?

Durch mein langjähriges Arbeiten in verschiedenen Bereichen der Kaffeebranche, u.a. bei Rohkaffeehändlern in Hamburg, kann ich auf ein relativ großes Netzwerk zurückgreifen. Generell sind Röster und Kaffeebauern sehr gut vernetzt mittlerweile, was den Austausch leichter macht. Meist besuche ich die Kaffeebauern dann direkt, um mich selbst von der Qualität zu überzeugen..

Sie haben neben konventionellem Kaffee auch Bio-Produkte im Sortiment. Was hat Sie bewogen, ökologisch angebaute Kaffeebohnen zu verarbeiten?

Für mich ist nachhaltiger Anbau und bewusster Umgang mit der Natur ein großes Thema. Darauf achte ich sehr beim Besuch der Kaffeebauern. Einige lassen sich zertifizieren, andere nicht. Das Zertifikat steht für uns eher im Hintergrund. Wichtiger ist der richtige Umgang in den Ursprungsländer. Da wir auch Partner haben, bei denen das Zertifikat zum Geschäftskonzept gehört, haben wir uns dazu entschieden, unseren Betrieb zertifizieren zu lassen und die jeweiligen Produkte zu kennzeichen. Für einige Endverbraucher stellt das Zertifikat auch eine wichtige Orientierung dar mit hoher Verlässlichkeit.

Was unterscheidet Ihre Rösterei von Großröstereien?

Wir veredeln unsere Bohnen im traditionellen Langzeitröstverfahren, d.h. für eine Röstung (20 Kg Röstkaffee) brauchen wir ca. 30 Minuten. Dadurch bauen sich unangenehme Stoffe und Säuren wie die Chlorogensäure, die den Magen ziemlich belastet, in der Bohne ab. Im Gegenzug werden bei Langzeitröstungen die Aromen der Bohnen viel stärker herausgehoben.

Industrielle Röstereien produzieren pro Röstung oft das, was wir in einem Jahr rösten. Sie rösten meist sehr kurz und mit hohen Temperaturen.

Es gibt inzwischen ja viele Arten der Kaffeezubereitung. Zum Schluss Hand aufs Herz: wie bereiten Sie Ihren morgendlichen Kaffee oder Espresso zu?

Ich trinke am Morgen zu Hause eine Tasse Filterkaffee, frisch gemahlen in einer Handmühle und mit gefiltertem Wasser aufgebrüht. Aktuell ist das der Mokka Sidamo, herrliche Bergamott – Noten, leichte Süße, das liebe ich und so stehe ich gerne auf.

Sobald ich in der Firma bin, gibt es einen schönen Espresso aus der Siebträgermaschine.